FairPlayLiga

FairPlayLigaAggressive Eltern? Kinder unter Leistungsdruck? Im Jugendfußball wird bei den FU8 – bis EU11-Junioren auf ein Konzept gesetzt, das auf entspanntes Miteinander setzt. In der Fair-Play-Liga gibt es keine Schiedsrichter, die Kleinen müssen ihre Streits selbst schlichten.

Im Nachwuchsfußball geht es einzig und allein darum, Kindern im spielerischen Miteinander den Spaß am Fußball und der Bewegung zu vermitteln. Explizit nicht im Mittelpunkt stehen soll die reine Ergebnisorientierung, aus der oft unnötige Probleme resultieren. Deshalb gibt es in den Fair Play Ligen auch keine Tabellen.

Ziel ist es, Rahmenbedingungen zu schaffen, die es den Nachwuchsfußballerinnen und –fußballern ermöglichen, ohne Druck von außen zu spielen und so noch mehr Spaß am Fußball zu haben. Das Spielverständnis und das Regellernen sowie die Stärkung psychosozialer Kompetenzen der Kinder soll gefördert werden.

Zudem sollen auch Trainer und Eltern für die eigentliche Aufgabe des Kinderfußballs sensibilisiert werden. Rahmenbedingungen zu schaffen, die es den Nachwuchsfußballerinnen und –fußballern ermöglichen, ohne Druck von außen zu spielen und so noch mehr Spaß am Fußball zu haben. Zudem sollen auch Trainer und Eltern für die eigentliche Aufgabe des Kinderfußballs sensibilisiert werden.

Fair bleiben, liebe Eltern!Wir verstehen FairPlay als das sportliche Verhalten, welches über die vorgegebenen Regeln hinausgeht. Im Fairplay drückt sich die Haltung des Sportlers gegenüber seinem Gegner aus. Der sportliche Gegner wird als Partner gesehen oder zumindest als Gegner, dessen Würde selbst im härtesten Wettstreit zu achten ist.

Fairplay oder auch Fairness gebietet also:
• die Anerkennung und Einhaltung der Spielregeln
• den partnerschaftlichen Umgang mit dem Gegner
• auf gleiche Chancen und Bedingungen achten
• gewinnen wollen, aber nicht um jeden Preis
• Haltung in Sieg und Niederlage bewahren

Fairplay ist demnach vor allem eine Einstellungssache, denn der Sportler, der das Fairplay beachtet, handelt nicht nur nach den Buchstaben der Regeln, sondern auch nach dem Geist der Regeln.

Dieses Ziel wollen wir mit Hilfe der Kinder erreichen. Die Kinder der Altersklassen U8 bis U11, also die 7er-Teams, spielen in dieser gesondert zusammengestellten Fair-Play-Liga. Die Spiele werden nicht von den üblich bekannten Schiedsrichtern geleitet. Unser Schiedsrichter ist der Fair-Play-Gedanke. Die Aufsicht über Fair-Play übernehmen ausschließlich beide Trainer. Natürlich spielen die Trainer in solch einem gewagten Konzept die tragende Rolle. Sie müssen den Fair-Play-Gedanken aktiv vorleben und den Kindern schon im Training vermitteln. Da die Kinder in diesem Alter noch keinen Schiedsrichter kennen, werden sie ihn auch nicht vermissen. Automatisch wenden die Kinder ihre natürlichen Verhaltensregeln an und werden den Fair-Play-Gedanken in ihrem Geist vertiefen.

Die Regeln im Kinderfußball sind einfach. Es gibt „Aus“, „Tor-Aus“, „Foul“ und „Tor“. Fertig! Aus, Tor-Aus und Tor liegen klar auf der Hand. Einzig das Foulspiel ist genauer zu betrachten. Die Erfahrung zeigt uns aber, dass Kinder nicht absichtlich unfair spielen. Oft ist ein so genanntes Foulspiel einfach nur Unbeholfenheit und der Gegner fühlt sich gar nicht als Gefoulter. Oft ist auch zu beobachten, dass die Kinder nach einem Zusammenprall einfach wieder aufstehen und weiterspielen. Also, warum das Spiel unterbrechen und etwas bestrafen, was gar nicht passiert ist. Sollte sich ein Kind doch absichtlich oder vermutlich mehr unabsichtlich unfair verhalten, kann dies der eigene Trainer oft besser einschätzen als ein „Fremder“ und somit besser auf das eigene Kind Einfluss nehmen. In diesem Fall wird das Spiel von den Trainern selbstverständlich unterbrochen. Den Kindern soll das Fußballspielen wieder Spaß machen.

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Es gelten die somit normalen Fußball-Regeln für die jeweiligen Altersklassen. Dazu kommen jedoch drei ganz entscheidende Zusätze:

Eltern und Zuschauer müssen mindestens 15 Meter weg vom Spielfeld stehen! Diese Regel bewirkt, dass es viel ruhiger auf dem Feld ist. Die Eltern stehen zu weit weg, um sportlich Einfluss auf ihre Kinder zu nehmen. Anfeuerungsrufe gibt es noch, aber nicht mehr diese Menge an teils aggressiven Kommandos, die die Kinder nicht verarbeiten können. Das tut dem Eltern-Kind-Verhältnis gut.

Die beiden Trainer stehen direkt nebeneinander und treten sozusagen als ein Trainerteam auf. Diese Regel reduziert ebenfalls die Hektik auf dem Platz. Konflikte und negative Emotionen von siegorientierten Trainern entstehen seltener. Außerdem bekommen die Trainer ein Bewusstsein dafür, dass gegenseitiges Betrügen und Anpöbeln nichts auf dem Fußballplatz zu suchen hat. Der Wettkampf soll fair und sauber ablaufen. Der Verlierer sucht erst einmal die Verantwortung bei sich und nicht beim Schiedsrichter.

Es wird ohne Schiedsrichter gespielt! Diese Regel sorgt dafür, dass die Kinder selbst Verantwortung übernehmen und Entscheidungen treffen. Sie befinden sich im besten Lernalter: Es gilt, ihnen beizubringen, dass sie selbst dafür verantwortlich sind, dass ein Spiel sauber und fair abläuft. Dies vergessen sie dann hoffentlich später nie mehr! Falls die Spieler mal nicht weiter wissen, kommen ihnen die Trainer gemeinsam zu Hilfe.

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